info@kirche-urdorf.ch
Downloads
+Schrift
-Schrift

Evangelisch-reformierte
Kirchgemeinde Urdorf


Kirchgemeinde

Kirchgemeindegeschichte

Hier finden Sie Angaben zur Chronik und Geschichte der alten reformierten Kirche St. Niklaus, der neuen reformierten Kirche, dem Pfarrhaus und den Pfarrern von 1520 bis heute.

 

 

Die alte reformierte Kirche St. Niklaus in Oberurdorf

Kirche Urdorf Kirche Urdorf
Kirche Urdorf Kirche Urdorf

nach oben



Chronik

1124 Urkunde von Kloster Engelberg erwähnt erstmals den Ort Urdorf..
ca. 1184 Errichtung der Kapelle St. Niklaus durch das Kloster Engelberg am heutigen Standort. Schutzpatron: Niklaus von Myra. Wann der Anbau des gotischen Chores stattfand, ist nicht genau definiert
1600 Nach der Reformation wird die Kirche als Schullokal verwendet.
1628 Die Stadt Zürich erbaut in Urdorf ein Pfarrhaus. Von hier aus erfolgt die Betreuung der reformierten Bevölkerung, insbesondere derjenigen von Dietikon.
1650 Vergrösserung und Renovation der Kirche.
1767 Das heutige Pfarrhaus wird gebaut.
1812 Der Abt von Wettingen wählt den reformierten Pfarrer für Urdorf und Dietikon.
1916 Einführung von Sonntagsgottesdiensten in Urdorf. Bis jetzt wurde nur an Festtagen Gottesdienst gefeiert.
1923 Bei der Renovation kommen alte Fresken im Chor zum Vorschein.
1931 Die Gemeinden Oberurdorf und Niederurdorf schliessen sich zu einer Gemeinde zusammen = Urdorf.
1948/49 Anstelle des Harmoniums, erhält die Kirche erstmals eine Orgel.
1955 Die alte Turmuhr wird durch eine neue ersetzt. Zifferblatt, Zeiger, Turmknopf und Fahne neu vergoldet. Eine elektrische Läutvorrichtung wird installiert.
1959/60 Gründung der selbständigen reformierten und katholischen Kirchgemeinden.
1964 Bau der katholischen Kirche Bruder Klaus.
1970 Bau der neuen reformierten Kirche.
1981 Restauration von Chorgewölbe und Fresken (15. Jh) mit den Symbolen der vier Evangelisten.
ab 1992 Restauration des Taufsteines, des Kirchenschiffes, der Bänke und des Emporenaufgangs,. der Orgel, des Chorgestühls.
2000 Restauration des Zifferblattes, Neuvergoldung der Zeiger und der Dokumentenkugel. Rekonstruktion der Wetterfahne mit den Urdorfer Wappen Stier und Traube.

Weitere Angaben zur Geschichte der Kirchgemeinde finden sich im Buch „Urdorf in der Geschichte“ , verfasst von einem Chronikteam unter der Leitung von Elisabeth Lüchinger, 2001 Politische Gemeinde Urdorf.

nach oben

Die neu reformierte Kirche in Urdorf

Neu Kirche Urdorf Neu Kirche Urdorf Neu Kirche Urdorf

Von aussen gesehen würde man in diesem modernen und eigenwilligen Bau nicht unbedingt eine Kirche erwarten. Vor 30 Jahren war das Planen und Bauen von Kirchen ein gewagtes Unterfangen. Man wollte keine traditionellen Kirchen mehr bauen, sondern solche in der Art eines Mehrzweckgebäudes, die unterschiedliche Bedürfnisse abdeckten

Stationen auf dem Weg zur Neuen Kirche:

1947 Errichten eines Fonds für den Bau einer neuen Kirche. Wenig später Auflösung dieses Fonds weil Geld für Renovationsarbeiten der Alten Kirche gebraucht.
1952 Baufond wird neu errichtet .
1956 Landkauf im Blick auf den Bau einer neuen Kirche.
1963 Vorarbeiten für den neubau
1965 Abtausch des Landbesitzes gegen das Grundstück, auf dem die heutige Kirche steht.
1969 Nach einem Architekturwettbewerb wird dem Projekt des Architekten Rolf Gutmann zugestimmt
1970 Aushub und Grundsteinlegung (1. November). Einsetzen einer Urne und des steinernen Symbols in die linke Seitenwand des Nordeinganges.
1971 Glockenaufzug von 2 grossen Glocken, 770 und 400 kg. in den Glockenerker auf der Nordseite durch Sonntagschüler von Urdorf im August. Diese ergänzen die 3 Glocken der alten Kirche. Einweihung der neuen Kirche am 24. Oktober.
ab 1981 Am „Hochkonjunkturbau“ neue Kirche werden immer wieder Renovationsarbeiten nötig.
2001 Renovation aussen und Teilrenovation innen sowie Erweiterungsbau des Jugendraumes. Neugestaltung der Umgebung und des Eingangsbereiches. Diesen gestaltete der Urdorfer Kunstmaler und Graphiker, Hans Falk.


nach oben

 

Das heute älteste reformierte Pfarrhaus im Limmattal

Zur Zeit der Reformation entstand für die Evangelischen zu Dietikon und Urdorf ein eigenes Pfarramt, deren Inhaber gemäss dem Landfrieden von 1531 durch das Kloster Wettingen gewählt wurden und Wohnsitz in Zürich hatten. Über diesen Umstand war aber niemand glücklich, denn die vielfältige Seelsorge wurde vernachlässigt, und diese war gerade in Dietikon höchst notwendig. So beschloss der Rat zu Zürich im Jahre 1628 in Urdorf ein Pfarrhaus zu bauen. Über den Bau und das Schicksal dieses Hauses ist nichts überliefert. Vermutlich war dieser erste Bau ein sogenannter Riegelbau, der seine Dienste etwa hundert Jahre lang leistete und dann abgebrochen wurde. Dass es an der Stelle des jetzigen im Jahre 1767 gebauten Pfarrhauses stand, ist gewiss, denn eine alte Karte von Oberurdorf aus dem Jahre 1660 beweist dies.

Man nimmt an, dass in diesem Pfarrhaus eine Trotte gestanden hat, mit welcher man den Zehntenwein presste. Der Brunnen vor dem Pfarrhaus hat seine eigene Geschichte, dessen Wasser durch ein Legat des wohlbekannten Major Hans Escher gestiftet wurde:

 "Ends Unterschriebner bescheine hiemit, dass ich bereits vor 3 Jahren, oder Anno 1737 aus eigenem guten Willen, dem Pfarrhaus allhier zu Urdorf eine völlige Röhre von meinem guten Wasser zum Brunnen geschenkt, in der Meynung, dass solches von köuftigen Besitzern meines Hauses und Gütern alhier, zu keinen Zeiten mehr dem Pfarrhause solle entzogen werden mögen; welches auf Begehren 1:Tit :I Mr. Wohl Edlen u Hochgeacht Jkr Obmann Blaarers zu handen unser Gnädigen II Herren u. Löbl. Obmann Amts deme hiessiges Pfarrhaus zugehört, nochmals bestätige. Ober Urdorf, den 3ten Merz Ao 1740. Hans Escher"

In gleicher Sache machte man am 6. Oktober 1884 in Zürich einen Vermerk:

Auf dem Gasthof Sonne haftet die Servitut, dass der jeweilige Besitzer derselben dem Pfarrhaus eine völlige Röhre guten Wassers zukommen lassen soll. Unterm. 12. Juni 1771 schloss man nach-
folgenden notariellen Vergleich. Dass gemeinsam ein Teilstock oder Wasserteiler solle gemacht werden; in welchem dem Pfarrhaus seine 2 Loth Wasser ohne weitere Comunikation mit dem Gemeinde oder anderem Wasser zugeteilt werden; selbiger soll mit 2 Banden verschlossen werden, damit kein Teil ohne den andern über solchen gehen können. Die Unterhaltung der Wasserleitung vom Pfarrhausbrunnen bis zum Wasserteiler liegt dem Staate ob.

Aus dem gleichen Jahre liegt eine Beschwerde des Pfarramtes vor, dass der Direktion der öffentlichen Bauten in Zürich am 22. Dezember nachfolgendes meldete:

Das Pfarramt Urdorf beschwert sich mit Schreiben vom 3.X.84, dass vom Pfarrbrunnen nicht bloss das Abwasser, sondern auch das Quellwasser der neu entstandenen Käserei zugeleitet werde. Der Brunnen habe plötzlich zeitweise kein Wasser. Der Gemeinderat erhielt den Befehl für vertragsmässige Lieferung des Wassers besorgt zu sein. Sollten sich wieder Übelstände zeigen, so wäre der Wasserbezug der Käserei gänzlich zu verbieten.

Im Laufe der Zeit, folgten immer wieder Renovationen, sowie der Einbau einer Zentralheizung. Das Pfarrhaus, das Waschhaus sowie der Brunnen stehen unter Denkmalschutz.

nach oben

Die Pfarrer von 1520 bis heute

1520 -  Beat Gering
Augustin Dalp

1532

Albrecht Wecker
1535 - 1538 Galli Glatthaar
1538 - 1539  Peter Thyg
1540 - 1542  Balthasar Lederschneider
1542 - 1544  Johannes Gumprecht
1544 - 1448  Hans Kopf
1548 - 1551  Conrad Suter ( Vom Abte von Wettingen gewählte Pfarrer)
1551 - 1552  Hartmann Hamberger
1552 - 1556  Carolus Schwemminger
1556 - 1557  Hans Koller

1557 - 1560 

Burkhard Leemann
1560 - 1564  Theodor Collin
1564 - 1571 Hans Caspar Göldli
1571 - 1581 Joh. Oswald Fäsi

1581 - 1583

Heinrich Wolf

1583 - 1592 

Marx Wydler

1592 - 1595 

Johann Heinr. Schwyzer
1592 - 1610  Hans Heinrich Wirth
1610 - 1622  Wilpert Tobler
1622 - 1626 Hans Rudolf Stucke

1626 - 1633

Joh. Jak. Ulrich
1633 - 1645  Hans Wilpert Tobler jun.
1645 - 1646  Heinrich Ulrich
1646 - 1656  Johann Jakob Redinger (Gesamtrenovation der Kirche)
1656 - 1671  Heinrich Waser

1671 - 1683 

Hans Heinrich Wirz

1683 - 1730 

Joh. Jakob Huber
1730 - 1739  Salomon Schmutz
1739 - 1747  Joh. Heinrich Ulrich

1747 - 1765 

Kaspar Ammann

1765 - 1767

Joh. Jakob Pestalozzi
1767 - 1787 Johann Caspar Weber

1787 - 1812 

Hans Peter Grimm (während der französischen Revolution)
1812 - 1843  Hans Konrad Blunschlin
1843 - 1865  Joh. Jakob Näf (Pfarrer erstmals gewählt durch die Kirchgemeinde)
1865 - 1870  August Grob
1870 - 1882  Adolf Siedler
1883 - 1922  Joh. Heinrich Gut
1916 - 1933  Karl Tanner
1922 - 1929  Joh. Friedrich Ganz
1930 - 1960 Jakob Frey
1933 - 1960  Jakob Graf
1956 - 1962 Heinz Thüring
1963 - 1991 Max Bolliger
1967 - 1970 Markus Roos
1971 - 2004 Werner Utzinger
1991 - 2003 Daniel Hanselmann
2003 - 2004 Heidi Scholz (Verweserin)
2004-2011 Andreas Bruderer
2005-2013 Anne-Kathrin Brütsch
2011 - 2012 Jürg Steiner (Verweser)
seit 2012 Ivan Walther
2013 Martin Schärer (Verweser)
2013 Theresa Rieder


nach oben